In 6 Wochen von Kapstadt nach Johannesburg

Rico, Sandro, Michi und Uli unterwegs

 
13Februar
2018

Hat sich doch gelohnt nach Afrika zu fahren

Diesen Spruch hat Rico zwischendurch immer wieder rausgehauen und Michi, Sandro und ich können ihm da nur zustimmen.

Ca. 4500 KM liegen hinter uns, 15 Unterkünfte, unfassbar viele Erlebnisse, Emotionen, tolle Abenteuer und Eindrücke, die uns keiner mehr nehmen kann. Wir haben soviele tolle Fleckchen entdeckt, soviele wunderbare Menschen kennengelernt. Die Herzlichkeit mit der uns hier alle begegnet sind und die lustigen Situationen, die sich durch die coole Art der Jungs ergeben haben, kann man hier niemals so rüber bringen, wie sie tatsächlich waren.

Völlig klar, dass nicht immer eitel Sonnenschein geherrscht hat, die Fetzen sind zwischendurch ordentlich geflogen, aber wir waren auch immer schnell wieder Freunde. Die Herausforderung als Familie fast 6 Wochen 24 Stunden rund um die Uhr zusammen zu sein, haben wir auf jeden Fall gut gemeistert. 

Für die Jungs war das alles hier mit Sicherheit die totale Reizüberflutung und wir sind stolz auf die beiden, denn sie haben die meiste Zeit großartig mitgemacht. Ich glaube, ich habe es schonmal geschrieben, ich bin sehr, sehr gespannt, wie sie zuhause von ihren Erlebnissen erzählen werden.
Die persönlichen Highlights sehen sicherlich bei jedem von uns anders aus.

 

Neben den Kamikazeaktionen von Sandro, hat auch Rico zweimal für einen Adrenalinschub gesorgt... glücklicherweise ist aber alles gut ausgegangen.

Zum Abschluss die Frage, die ich mir zwischendurch öfter gestellt habe: Warum schreibt man einen Blog? Vor allem, wenn man vorher selber noch nie in einem gelesen, geschweige denn einen geschrieben hat und selbst bei Facebook & Co eigentlich wenig bis gar nicht aktiv ist. Und, ist Familienurlaub nicht eigentlich etwas sehr Privates? 

Wir haben uns dafür entschieden, weil dieser Urlaub nicht nur uns über ein Jahr lang beschäftigt hat, sondern weil auch ganz viele von Euch hautnah mitbekommen haben, wie kompliziert der Weg bis zum finalen JA WIR KÖNNEN FLIEGEN war. 

Ihr habt mit uns gebangt und Daumen gedrückt und jetzt wollten wir Euch einfach auch am Ergebnis teilhaben lassen. Und ob wir Euch die Bilder erst zeigen, wenn wir zurück sind oder einfach zwischendurch ein paar Eindrücke nach Deutschland schicken, macht ja eigentlich nicht so einen großen Unterschied. Der Kreis der "Leser" wurde am Ende ein wenig größer als geplant, aber jeder von Euch hatte ja die Chance, die Benachrichtigung zu ignorieren. 

Mir hat das Schreiben und Fotografieren sehr viel Spaß gemacht, Eure Kommentare auch. Danke dafür! Aber wenn Ihr glaubt, dass Ihr durch das Mitverfolgen des Blogs vor Geschichten und weiteren Fotos verschont bleibt, müssen wir Euch enttäuschen. Die ein oder andere Anekdote kommt mit Sicherheit auch noch, wenn wir wieder da sind.

Abflug 19:40 Uhr Ortszeit!

 

12Februar
2018

Die Jungs finden es hier super...

Seit heute Mittag sind wir in der Airport Game Lodge. Sandro und Rico gefällts, denn hier gibts coole Autos zum spielen, ein paar Tiere und einen Pool. Michi und ich sind mäßig begeistert, was aber wohl eher daran liegt, dass es die letzte Station ist. In regelmäßigen Abständen starten Flugzeuge und schweben über unseren Köpfen in alle Himmelsrichtungen. Morgen haben wir nur ca. 15 Minuten Fahrt vor uns, das ist natürlich nicht schlecht.

Als ich Rico gestern gefragt habe, ob er nochmal nach Afrika möchte, kam ganz spontan ein "nein". Oh!? Im zweiten Satz: "Ich will nicht wieder eine Spritze kriegen". Das Erlebnis sitzt scheinbar immer noch tief. Aber als ich ihm erklärt habe, dass der Schutz jetzt erstmal ein paar Jährchen hält, war er Feuer und Flamme. Sandros Kommentar: "Wir fliegen morgen nach hause, sagen allen Hallo und dann gehts wieder nach Afrika, aber nur nach Capetown." Gute Voraussetzungen für die Planung des nächsten Afrikatrips smile.

Gestern Abend gab es noch ein Selfie-Shooting mit Alissia. 

Heute Morgen dann große Trauer, die Jungs haben sich 1000x bei ihr verabschiedet, Rico hat ihr ein Bild gemalt... Sehr süß!

Ich habe mich gestern Abend auch nochmal auf den Weg gemacht. Ursprünglich sollte es ein Baum-im-Sonnenuntergang-Foto werden, das hat nicht ganz geklappt, denn auch wenn es kein Gewitter mehr gab, waren viele düstere Wolken am Himmel. Hat so aber auch was, finde ich.

Heute Morgen haben wir wieder zwei Beutel Kinderklamotten verschenkt. Es ist so schön zu sehen, wie sich die Leute über die Sachen freuen und sich tausendmal bedanken. Heute kam die Beschenkte dann aber extra nochmal zu uns und hat uns gebeten, einen Zettel zu schreiben, auf dem steht, dass wir ihr die Sachen wirklich gegeben haben. Sie hatte wohl Angst, dass ihr vorgeworfen wird, dass sie geklaut hat. 

So, mal schauen, wie wir den heutigen Abend rumkriegen. Das Restaurant hat zu, Wein gibt es auch nicht. Aber einen Fernseher - so haben wir wenigstens glückliche Kinder...

11Februar
2018

Wir müssen verlängern...

 
... die Jungs sind auch heute wieder ohne zu maulen marschiert.
 
 
Es war aber auch eine tolle Tour. Der Wald, durch den es ging, glich einem Urwald, der Weg ging die ganze Zeit an einem kleinen Fluss vorbei, ab und zu auch mitten durch.
 
Auf der Hälfte der Strecke hat uns "The Blue Grotto" erwartet. Hier kamen zwei Flüsse zusammen,
das Wasser stürzte an zwei Stellen als Wasserfall vom Felsen, unterhalb gab es einen herrlichen Pool - Superklasse!
 
 
Nach Schlangen und Stachelschweinen, die dort leben sollten, haben wir leider vergeblich Ausschau gehalten.
 
 
 
 
 
 
Die Wanderung endete auf dem Gelände eines Nobelhotels. Dort wurde am Pool Bingo gespielt und wir konnten einige Walrösser bewundern. Der Spielplatz war aber sehr nett und Eis gab es auch, von daher wurde ein kurzer Stopp gemacht.
 
 
Wieder "zuhause" ging es sofort in den Pool und jetzt warten die Jungs auf Alissia und Michi und ich haben mal wieder
eine Flasche Wein geöffnet. Es sieht so aus, als braue sich das nächste Unwetter zusammen, aber wir sitzen ja im Trocknen.
 
 
Sandro und Rico haben die Taschenlampen schon "am Mann", falls der Strom wieder ausfällt...
 
Die Gespräche mit den beiden sind gerade sehr lustig. Auf der einen Seite sind sie gedanklich schon wieder in Deutschland, können es nicht erwarten, alle wiederzusehen. Auf der anderen Seite verarbeiten sie die letzten Wochen. Ständig kommt ein "Weißt Du noch als...". Manchmal wird auch beides vermischt, da trifft man halt in der Froschgruppe auf den Löwen, der irgendwelche anderen Tiere jagt...
Wir sind sehr gespannt, welche Geschichten sie zuhause zum besten geben :-)
 
Alissia taucht nicht auf... Aber ein paar andere Farmbewohner
 
10Februar
2018

Ich glaube, heute ist der Tag, an dem Michi Heimweh hat

Vorglühen bei Jonischkeits, Blauer Affe und Michi ist nicht dabei.
Ganz viel Spaß euch allen und trinkt heute Abend ein, zwei, drei Bierchen für ihn mit ;-)
 
Die Foto-Durststrecke ist vorbei - hier mangelt es nicht an tollen Motiven.
Gestern Abend wurden die Berge noch richtig schön angestrahlt, bevor später ein irres Gewitter los ging.
 
 
Erst nur wildes Donnern und Blitzen. Da habe ich mich rausgesetzt und mal versucht, Blitze zu fotografieren. Gar nicht so einfach.
 
Später ging der Regen los, aber heute Morgen war alles wieder gut und ich konnte laufen gehen.
Bewaffnet mit dem Handy, weil es unterwegs einfach zuviele Motive gibt, an denen man einfach so vorbeilaufen kann.
 
 
Als Familienprogramm stand heute mal wieder eine Wanderung an. Vom Monk´s Cowl aus gehen einige nette Touren ab, die auch für die Jungs gut zu schaffen sind. Die beiden haben uns übrigens gestern aus freien Stücken heraus versprochen, die ganze Strecke nicht zu meckern und nicht auf die Schultern zu wollen und, man höre und staune, sie haben Wort gehalten!
 

 
Es war eine richtig tolle Tour unterhalb der hohen Drakensberge Gipfel, mit phantastischen Ausblicken, Wasserfällen,
Tieren und Blumen. Nach der Hälfte mussten wir allerdings ein bisschen Gas geben, denn das nächste Gewitter ging los. Da bin ich ungerne in den Bergen unterwegs.  
 
 
 
Als Belohnung für Klein und Groß sind wir dann in der Bakery eingekehrt. Ich bin niemand, der ständig Fotos vom
Essen macht, aber heute war ich kurz davor, um diese Köstlichkeiten festzuhalten. Das Beste war allerdings der
Spielplatz für die Jungs. Dem haben wir es zu verdanken, dass wir den Kuchen in Ruhe essen konnten.
 
 
  
 
Außerdem hatten wir mal wieder eine sehr nette Begegnung, diesmal mit einer Familie aus Frankreich, wobei die Mutter ursprünglich aus Köln kommt. So war die Unterhaltung ein lustiger Kauderwelsch aus deutsch-englisch-französisch. Da wir für morgen die gleichen Pläne haben, treffen wir uns vielleicht sogar nochmal beim wandern.
 
Irgendwann kam heftiger Sturm auf und es hat wie aus Eimern geschüttet. Dem Regen hat auch das Dach in unserer Unterkunft nicht standhalten können und wir haben ein paar Pfützen in der Bude.
 
Nette Begegnungen... 
... hatten wir in den letzten Wochen soviele. Im Ardmore Guest House arbeitet, zB Alissia aus Königswinter. Sie ist seit September hier und bleibt noch vier Monate, hilft auf der Farm, im Service und die Jungs haben sie sofort ins Herz geschlossen. Sandro erzählt ihr die Abenteuer der letzten fünf Wochen, vermutlich ist er happy, dass ihn mal wieder jemand versteht.
 
Dem Sturm hatten wir ein romantisches Candlelight Dinner zu verdanken. Stromausfall für mehrere Stunden, die Farmer haben wie die Irren daran gearbeitet, dass möglichst schnell wieder alls funktioniert und sich 1000x entschuldigt. Reaktion eines Gastes (mit recht grimmigem Gesicht): "And how can I charge my cell phone?" Ohne Worte...
 
 
 
09Februar
2018

Oh, hier können wir ja ganz viel wandern!

Diese Aussage kam von Rico, als er nach der Fahrt zu den Drakensbergen die Augen aufgemacht und sich kurz umgeschaut hat. Huch, was ist mit ihm passiert?!
 
 
 
Heute Morgen haben wir ein nagelneues Auto bekommen, keine Schleifgeräusche mehr, eine funktionierende Klimaanlage und Krümelfrei. Der Kofferraum ist entweder größer als der vom ersten Auto oder wir haben tatsächlich schon so viele Klamotten verschenkt, dass die Taschen nicht mehr soviel Platz benötigen.
Der Abschied von Umhlange fiel nicht so schwer, kein schöner Ort, kein schöner Strand, keine Naturhighlights, nur der Honey Pot mit den Menschen, die dort leben war sehr nett. Drei Nächte hätte ich dort aber nicht gebraucht.
 
Knapp drei Stunden nach Abfahrt befinden wir uns aber schon wieder in einer traumhaften Gegend.
Central Drakensberg / Champagne Valley; Ardmore Guest Farm.

Wir bewohnen ein riesiges Haus auf einer noch riesigeren Farm. Achtung Kitschmodus an "Gerade sitzen wir mit einem Bier auf der Hollywoodschaukel und gucken auf die Drakensberge". Kitschmodus aus.
Leider werden wir von diesem gigantischen Gebirge nur einen Bruchteil sehen. Einmal, weil wir nur drei Tage vor Ort haben, aber auch, weil viele der beschriebenen Wanderrouten noch nichts für die Kids sind. Schade, aber ein guter Grund irgendwann erneut hier her zu kommen!
 
Heute war es so heiß, dass wir erstmal alle in den Pool gesprungen sind. Erfrischt und abgekühlt sind wir dann aber noch zu einer Miniwanderung aufgebrochen, um die Umgebung rund um die Farm zu erkunden.
Egal in welche Richtung man guckt, überall Berge und Eukalyptuswälder - ein Traum!
 
Hier werden einige Dinge als "must do" angekündigt: Besuch der Valley Bakery und der Chocolate Bar. Dorthin einen Abstecher zu machen fällt mir nicht schwer :-) 
08Februar
2018

Ein kleines Quiz

Vier Leute sind am Strand, einer wird von Quallen attakiert, wer war das?
Zwei Kinder spielen am Spielplatz, eins bekomm die Schaukel an den Kopf und hat ein blaues Auge, wer war das?
Zwei Jungs spielen, einer kommt mit blutig aufgeschlagenem Zeh weinend zu seinen Eltern gerannt, wer ist das?
Die richtige Antwort lautet in allen drei Fällen SANDRO. Er ist wirklich der Unglücksrabe des Urlaubs...

Heute Morgen wurde ich von vier WhatsApp mit Karnevalsliedern geweckt, Danke Walter ;-) Wir haben dann auch kurz bei Radio Bonn Rhein Sieg reingehört, aber der Moment des Heimwehs war nicht so lange wie befürchtet.

Auf der Suche nach kleinen Mitbringseln, haben uns auf den Weg nach Ballito gemacht. Das sollte laut Tipp einer Mitbewohnerin lohnenswerter sein als Durban. Mmm, auch ein gut gemeinter Tipp muss sich wohl mal als Niete rausstellen. Das shoppen war nicht erfolgreich und den letzten Tag am Meer hatte ich mir auch schöner vorgestellt, aber wahrscheinlich sind wir von den ganzen Traumstränden der letzten Wochen einfach zu verwöhnt.
Heute war der Sand so grob, dass es weh tat barfuss zu laufen, neben den vielen Quallen waren Glasscherben, Zigarettenkippen und diverser anderer Müll zu finden. Und dann kam auch noch der Zusammenstoß  von Sandro und der Qualle. So haben wir recht schnell wieder alles zusammengepackt und versucht eine Werkstatt für unser Auto zu finden. Das gibt seit einigen Tagen merkwürdige Geräusche von sich und wenn es morgen in die Drakensberge geht, möchten wir ungerne von nicht funktionierenden Bremsen oder so überrascht werden.

Nach kurzem Telefonat mit unserer Mietwagenstation ist es jetzt so, dass wir morgen früh einen neuen Wagen kriegen. Cool - nochmal ein sauberes Auto für die letzten Tage. Die Leute, die den aktuellen abholen, kriegen vermutlich einen Herzinfarkt. 

Wieder im Honey Pot, haben wir heute einfach mal wieder den Pool genutzt und gechillt. Auch schön, vor allem weil uns unsere Guest House Omi total nett betüddelt.

Da wir jetzt schon seit drei Wochen eine Hand voll Postkarten im Auto spazieren fahren, sind wir gerade nochmal losgezogen, um endlich Briefmarken zu kaufen. Erfolglos, dafür haben wir aber jetzt ein paar Mitbringsel gefunden, ein Gläschen Wein und zwei Mojitos getrunken. Ist ja schließlich Weiberfastnacht!

   

Da wir hier wieder eine kleine Küche haben, haben wir gestern gegrillt und heute gekocht. Unsere Unterkunft erkennt man übrigens immer sofort...

Ein wenig ereignisreicher Tag, fast keine Fotos. Ich vermute, der ein oder andere von Euch hat heute Abend mehr zu berichten. ALAAF!

 

 

 

07Februar
2018

Sealife kennt doch jeder... Trotzdem gibts heute Bilder aus dem Aquarium

Als ich im Reiseführer vom uShaka Marine World gelesen habe, dachte ich noch, dass ich da niemals hingehen werde. Sealife interessiert mich zuhause ja auch nicht, warum soll ich dann in Afrika ins Aquarium gehen? 3x dürft Ihr raten, wo wir heute waren... Und ich bin begeistert!
Unsere Guest House Omi hat uns den Tipp gegeben, unbedingt hinzufahren und es hat sich wirklich gelohnt.

uShaka Sea World ist mit 17500 m² das größte Aquarium Afrikas. Es ist in einem Schiffsfrachter-Rumpf untergebracht und man hat das Gefühl, durch einen havarierten Dampfer zu gehen. Durch dicke Scheiben blickt man direkt nach draußen ins "Meer". Insgesamt gibt es sieben riesige Aquarium-Tanks mit den verschiedensten Fischen, von riesengroß bis miniklein.

 

Auf dem Gelände kann man auch noch Delphine, Seehunde und Pinguine besuchen. Das haben wir diesen Urlaub zwar auch schon alles in freier Natur gesehen, aber die Delhinschau war absolut sehenswert. Das Zusammenspiel von Mensch und Tier hat mich echt berührt und mir kamen sogar ein paar Tränchen.

Zu dem Gelände gehört auch ein großer Wasserpark mit diversen Rutschbahnen, Schwimmbecken, etc. Da mussten wir dann natürlich auch noch rein, auch in der Hoffnung, dass Sandro und Rico heute Abend früh im Bett verschwinden. Der Plan ging leider nicht auf. Die beiden sind total schräg drauf und irre aufgedreht, wahrscheinlich wird es langsam Zeit, dass sie wieder einen geregelten Tagesablauf leben. So machts gerade nicht soviel Spaß mit ihnen.

Von Durban City haben wir nicht viel gesehen, nur die Strandpromenade.

Vielleicht machen wir morgen nochmal einen Abstecher dorthin. Mal schauen, was das Wetter sagt.

Wir schicken allen, die sich morgen in den Karneval stürzen ein dreifaches ALAAF! Wir machen morgen früh mal Radio Bonn Rhein Sieg an und schunkeln ein bisschen mit :-)
Allen, die sich zum Skifahren verabschieden, gute Fahrt, viel Schnee und viel Spaß!

 

06Februar
2018

Heute war einer der Tage...

... die man nicht so wirklich brauchte...

Nachdem wir gestern Abend zwei Frösche aus unserem Bad entfernt haben und gemütlich im Bett lagen, hörten wir erneut sonderbare Geräusche. Rico und ich sind todesmutig auf die Suche nach der Ursache gegangen. Sie kamen eindeutig wieder aus dem Badezimmer. Und es saß tatsächlich wieder ein Frosch im Raum. Wo kam der her!?!? Egal, wieder nach draußen gesetzt, Türe zu und ab ins Bett. Frösche sind ja eigentlich ganz süß und 1000x besser als Spinnen.
Als ich heute Morgen ins Bad ging und mich dort wieder einFrosch begrüßt hat, war ich dann doch erstaunt. Die müssen einen Geheimgang nach drinnen haben.
Vor unserer Balkontüre waren riesige Fußabdrücke von irgendeinem Vogel. Das Geheimnis hat sich schnell gelüftet, sie gehörten zu einem Fasan. Der stolzierte zwischen der Affenbande über die Wiese vor unserem Fenster.

Da wir im Oribi Gorge nur für eine Nacht waren, hieß es nach dem Frühstück wieder Tasche packen. Heute haben wir dann aber den Wanderplan in die Tat umgesetzt. Das Wetter war ein Traum, es gab einen netten Wanderweg mit ein bisschen Action für die Kids und da wir nur drei Stunden Fahrt zum nächsten Ziel vor uns hatten, konnten wir uns die Tour noch gönnen. 

Die Wanderung führte durch ein eher unbekanntes Naturhighlight Südafrikas - das Oribi Gorge Nature Reserve.

Dummerweise waren die kleinen Herren richtig mies drauf und hatten keine Lust. Da wir schon seit einigen Tagen keine Lebnsmittel mehr einkaufen konnten, hatten wir heute auch keine Lockmittel im Rucksack und es war echt anstrengend, die beiden zu motivieren. 
Die Laune zog sich durch den ganzen Tag und der ein oder andere Brüller wurde losgelassen. Grrr! 

Der Mzimkhulwana River hat einen 24 km langen, spektakulären Canyon in die Oribi Flats geschnitten, der Weg führte oberhalb des Canyon vorbei, so dass man gigantische Ausblicke genießen konnte. Die Schlucht ist 5 km breit und 500 m tief. Da muss man schon schwindelfrei sein, um sich an den Rand zu trauen.

 

 

Bei der größeren Spinne hat Rico fast einen Herzinfarkt bekommen. Die war aber auch ekelig.

Füsse abkühlen war bei dem Wetter eine Wohltat!

 

Nach 2,5 Stunden Autofahrt waren wir in Umhlanga/Durban. Hilfe - eine Großstadt. Das sind wir ja gar nicht mehr gewohnt. Das Guest House Honey Pot ist ganz nett, liegt recht zentral und ich denke, auch hier werden wir die Zeit gut rumkriegen. Bei unserem ersten Erkundungsgang fiel aber direkt auf, dass die natürliche Herzlichkeit mit der uns die Leute bisher begegnet sind, wie weggewischt ist und das "schnell ins Gespräch kommen" nicht funktioniert. 

Gerade haben wir mal die Taschen aufgeräumt und Klamotten gezählt. Die saubere Wäsche reicht nicht, da müssen wir doch nochmal eine Wäscherei suchen. Einen Spar haben wir schon entdeckt, Kühlschrank ist wieder voll. Nur die Salatsoße hat es nicht geschafft, die konnte ich gerade vom Boden aufwischen... Ich sags ja, den Großteil dieses Tages hätte ich nicht gebrauch ;-)

 

 

05Februar
2018

Dieser Abschied fiel besonders schwer...

Heute war der Aufenthalt in Coffee Bay schon wieder vorbei. Wie schade!!!

Die letzten Stunden mussten genutzt werden und so fing auch der heutige Tag früh an. 6 Uhr Wellentanzen, diesmal
mit Michi und mit Kamera. Hier ein paar Fotos, damit ihr versteht, warum wir so begeistert sind.
 
 
Irgendwann kamen auch die Jungs zum Strand geschlurft, Rico ist noch schnell mit ins Wasser gehüpft, aber dann
hieß es Abschied nehmen vom Meer, Frühstück, Taschen und Auto packen. Um neun waren wir mit AP verabredet, der mit uns noch einen Spaziergang durch seinen Ort machen und uns von dem Leben dort erzählen sollte.
 

Wir hatten den Rucksack voll Kekse, Buntstifte, Ausmalbüchern und sogar zwei Autos (ganz freiwillig abgegeben) und
die Jungs hatten mächtig Spaß daran, die Sachen an die Kids zu verschenken.
 
AP ist in Coffee Bay geboren und aufgewachsen. Wenn er gerade mal keine Touris durch die Gegend führt, spielt er in einer Band. Viele der Dorfbewohner arbeiten für die wenigen Hotels. Wenn ich es richtig überblicke, gibt es aber nur zwei oder drei davon, außerdem einen Campingplatz und eine Backpacker Unterkunft, eine Surfschule, mehrere Minimärkte und "Restaurants".
 
Wir durften eine Familie besuchen, die uns ihre Wohnung von innen gezeigt hat. Vater und Mutter waren zuhause, die 6 Kids in der Schule. Wir haben gelernt, dass die Mutter für die Kinder, die Wäsche und das Kochen zuständig ist, der Vater sich um die Tiere und um die "Männeraufgaben" kümmert . Als wir ihm ein kleines Trinkgelb geben wollten, hat er uns allerdings zu seiner Frau geschickt. Gelder verwalten ist also doch eher Frauenaufgabe :-)
 
 
Im Ortskern waren wir noch im Getränkemarkt, der praktischerweise direkt neben dem Dorfpartyraum ist, in dem entweder Fussball geschaut oder Musik gemacht wird. Vor diesem Raum stapeln sich auf einem riesigen Haufen leere Bier- und Schnapsflaschen.
 
 
Friseur und Fahrschule, Take away Imbiss... Alles vorhanden...
 
 
 
Auf dem Rundgang sind uns auch wieder viele Tiere begegnet und Rico hat beschlossen, dass Opa Wolli sich neben den Schafen und Hühnern jetzt auch noch Schweine zulegen soll. Als ich ihm erklärt habe, dass Opa zu alt ist, um jetzt noch einen Bauernhof aufzubauen, sagte Rico, dass er ihm jeden Tag helfen wird. Einen Hund will Rico übrigens jetzt auch haben, aber da kann er sich ja viellicht mit Felix zusammen tun.
 
Da heute 450 KM vor uns lagen, haben wir uns nach einem letzten Milchshake auf den Weg gemacht. Das Navi hat 6 Stunden Fahrzeit angesagt und es war brüllend heiß. Der Plan, dass die Kids den Großteil der Fahrt schlafen, ging leider nicht auf, aber bis auf einen kleinen Austicker, haben sie die Zeit echt super gemeistert.
 
Auch auf dieser Fahrt hat sich die Landschaft wieder total verändert. 
 
 
Wir sind jetzt in den Midlands angekommen.
 
 
An der neuen Unterkunft wurden wir von freilaufenden Affen und zwei Fröschen in unserem Bad begrüßt.
 
Gespräch beim Abendessen:
Uli: Rico, Du isst die Pizza auf.
Rico: Das mache ich doch, Du Dummerchen.
Sandro: Rico, so geht man nicht mit Frauen um.

Na, der kennt sich aus ;-)
 
04Februar
2018

Gibt es eine Steigerung für GROßARTIG, PHANTASTISCH & GRANDIOS?

Ich habe diesen Urlaub schon so oft gedacht, besser gehts nicht, aber es geht! Coffee Bay gehört zu meinen persönlichen Highlights der letzten Wochen!
Der Name ist auf die Ladung eines 1863 in der Bucht auf Grund gelaufenes Schiff zurückzuführen. Die an Bord verstreuten Kaffeebohnen wurden an Land gespült und fingen an zu keimen.

Der Tag begann wieder früh, die Wellen haben gerufen. Bisher konnte ich dem Meer nicht wirklich viel abgewinnen, Berge und Süßwasserseen waren mir wesentlich lieber. Die letzten Strandbesuche haben meine Meinung schon ein wenig ins Wanken gebracht, aber das hier haut mich einfach um!

 

Nach dem Wellentoben gestern Abend, bin ich heute Morgen direkt wieder rein ins Vergnügen. Das macht sooooo viel Spaß!!! Nach fast einer Stunde musste ich dann wohl oder übel raus und meine Männer wecken. Frühstück mit Blick auf das Wasser - herrlich! Und sobald die Cornflakes leer waren, waren die Jungs schon wieder mit ihrem Kumpel unterwegs.

Beim Blick aus dem Badezimmerfenster hab ich den Jungen von gestern mit dem Auto spielen sehen. Da war direkt klar, dass ein Weiteres den Besitzer wechseln wird. Als ich raus kam, saßen bei dem Kleinen noch zwei Mädchen und selbstverständlich mussten die auch eins bekommen. Immer, wenn man jetzt raus schaut,spielen die Kids mit diesen Autos. So schön! Am liebsten würde ich alles verschenken, die Jungs haben soviel Zeug zuhause, das würde gar nicht auffallen, aber ich habe Verbot erhalten, noch mehr von dem wertvollen Gut weiterzugeben. Ich kann nicht garantieren, dass ich mich an dieses Verbot halten werde undecided.

Gestern Abend haben wir uns noch schnell zum Trip zum Hole in the Wall angemeldet, bis auf ein weiteres, supernettes Ehepaar waren wir mit dem Guide alleine. Ich denke, mit Blick auf die Menschen denen wir begegnet sind, hätten wir auch zu viert fahren können, aber unser Auto hätte die Straßen nicht geschafft. Von daher war es gut, dass wir nicht auf eigene Faust losgezogen sind.
Hole in the Wall ist eine ca. 200m lange und 34 m hohe Felsformation, die mitten in den Wellen steht. Ihr besonderes Merkmal ist ein riesiges Erosionsloch. Das ganze gibt es auch noch in klein und nennt sich entsprechend "Baby Hole".

Liebe Kollegen, ich habe den perfekten Platz für unser nächstes Meeting gefunden.

Und noch ein paar Eindrücke von unterwegs.

Dass heute Sonntag ist, hat man direkt gemerkt, überall fanden kleine Partys statt, der Strand war voll, die Jugendlichen teilweise auch, um 15 Uhr wurde das Fussballspiel angepfiffen... Heute Nachmittag haben wir nochmal eine Runde gedreht und wurden das erste Mal doof angequatscht - wohl auch die Auswirkungen des Alkohols.

 

Heute Nacht können wir aber beruhigt schlafen, wir haben einen mächtig großen Beschützer vor der Türe sitzen.

 

 

03Februar
2018

Land und Leute

Heute Morgen fiel das Wandern wegen Regen aus. So haben wir uns direkt auf den Weg gemacht. Schade, dass wir von der Gegend rund um Stutterbeck so gar nichts gesehen haben, aber da wir auch heute wieder vier Stunden Fahrt vor uns hatten, war es ok. Außerdem ist unsere neue Unterkunft bzw. deren Lage der Hammer und es ist klasse, dass wir den Nachmittag hier verbringen konnten.

Eigentlich bin ich jemand, der während langer Autofahrten stundenlang lesen kann, aber hier will ich einfach nur aus dem Fenster gucken und alles in mich aufsaugen. Die Landschaft verändert sich so oft, wenn man durch größere Städte fährt, möchte ich am liebsten aus dem Auto springen und 1000e von Fotos schießen. Ich hätte heute so oft "Anhalten" schreien können, aber ich möchte Michis Nerven nicht zu sehr strapazieren, er hat genug damit zu tun den Eseln, Ziegen, Kühen, Schafen, Hunden, Menschen und Schlaglöchern auszuweichen. Warum es hier Zäune gibt, habe ich noch nicht durchschaut, denn es stehen einfach überall und bunt gemixt Tiere rum oder zockeln gemütlich über die Straße. Am Straßenrand lagen auch einige überfahrene Kreaturen und wir musste heute leider auch an einem überfahrenen Menschen vorbei fahren - Brrr...

Im Reiseführer war beschrieben, dass sich an der Wild Coast auch die Bauweise der Häuser/Hütten ändert und es fällt tatsächlich auf, dass hier in der Gegend eher rund gebaut wird. In der unendlich weiten Landschaft tauchen immer wieder kleinere Dörfer mit fröhlich bunten Häuschen auf. 

Bei einem Fotostopp kamen ein paar Kinder an uns vorbei, denen Sandro eine Rolle Kekse geschenkt hat. Sie blieben in unserer Nähe stehen und haben uns beobachtet und plötzlich kam eine mit ihrem Handy zu uns und fragte, ob sie Sandro fotografieren darf. Lustig, sonst bin ich immer diejenige, die fragt, ob ich fotografieren darf.

Es ist überhaupt so toll zu beobachten, wie schnell die Jungs hier mit den einheimischen Kids spielen, da gibt es keine Sprachbarriere. Gestern Abend z.B. kam ich zum Essen, da sah ich gerade noch, wie Rico und Sandro den Sohn der Guest House Besitzers drückten, er schaute ein wenig verwirrt, ich sagte "they want to play with you", dann schnell die Autos geholt und der Abend war geritzt. Als später noch die knapp zweijärige Tochter dazu kam, von der Rico ganz hingerissen war, haben wir Tränen gelacht. Die Kleine hatte schon den Rhytmus im Blut und fing an zu tanzen, das war großartig. Jetzt gerade spielen sie auch mit einem Jungen und die Mutter fragt mich immer wieder, wie die sich denn verständigen. Scheint zu funktionieren. Kinder sind halt nicht so kompliziert wie wir Großen.

Als unser Navi nur noch 2,5 KM bis zum Ziel angezeigt hat, befanden wir uns mitten in der hügeligen Landschaft, weit und breit kein Meer in Sicht. Merkwürdig, denn unsere Unterkunft sollte direkt am Wasser liegen. Dann ging es um eine Kurve, eine steile Straße runter und man konnte die tosenden Wellen sehen. Hammer! Ich sitze gerade im Garten und kann der Brandung lauschen. 

Natürlich waren wir heute Nachmittag direkt am Strand. Dort sind uns überwiegend Tiere begegnet, die wir aus der Heimat kennen, aber vor der Kulisse, sind auch die ein Foto wert.

Als die Jungs in den Pool wollten und Michi sich erbarmt hat mit ihnen zu gehen, habe ich die Chance genutzt um mich in die Wellen zu stürzen. Großartig! Ich bin in den letzten Wochen doch tatsächlich zum Meer und Strand Fan mutiert. Bei dieser Brandung macht es aber auch einfach Spaß im Wasser zu toben. 

Schade ist, dass das Umland auch hier einem Township gleicht und man darauf hingewiesen wird, dass man Ausflüge lieber nicht ohne Guide machen sollte. Ich habe eben aus unserem Badezimmerfenster einen kleinen Jungen gesehen, bin zu ihm raus und habe ihm eins von den Spielzeugautos geschenkt. Dabei hab ich mich ein bisschen umgeschaut und denke, dass wir uns an den Tipp halten sollten. Laufen verkneife ich mir hier diesmal wirklich. 

Ach so, wir sind jetzt übrigens hier und wohnen hier ;-)

 

02Februar
2018

Manchmal dauert es ein bisschen länger

Heute Morgen noch schnell ein Abschiedsründchen gedreht, diesmal leider ohne Patric, dann ging es weiter.
 
 
 
Wir brauchten fast 2500 KM, um auf die Idee zu kommen, die Jungs während der langen Autofahrten zu trennen. Ich finde hinten sitzen zwar doof, aber die Ruhe, die wir heute die ganzen vier Stunden während der Fahrt hatten, war Entschädigung genug!
 
Fotostopp gab es heute nur einen:
 
 
Heute fühlt man sich ein bisschen wie in Deutschland, wir haben Schilder mit den Städtennamen Hamburg, Braunschweig, Berlin und Frankfort (na gut, das ist nicht ganz wie in Deutschland) passiert und in unserer Unterkunft haben wir die Hausnummer 24, wie zuhause. Auch die Gegend rund um das Guest House ist ein bisschen wie in Bayern.
 
Der Ort, in dem wir gerade sind heißt Stutterheim. Wenn das Wetter mitspielt, gehen wir hier morgen früh ein Ründchen wandern, aber dann gehts auch schon wieder weiter.
 
Im Reiseführer lesen sich die letzten Etappen unseres Urlaubs ziemlich gut:
 
Von der "afrikanischsten" Region Südafrikas, der vom Stamm der Xhosa besiedelten Wild Coast, geht es zur "indischen" Metropole Durban am warmen Indischen Ozean und über die sehr englisch anmutende, lieblich-grün Fünfuhrtee-Hügellandschaft der Midlands in die dramatische Felsenwelt der steil aufragenden Drakensberge.
 
Wir freuen uns drauf!
 
02Februar
2018

Getrennte Wege

Gestern gab es bei der Frage, wie wir den Tag verbringen wollen, unterschiedliche Wünsche. Sandro wollte nochmal zu den Elefanten, Rico haben die sechs Stunden vorgestern gereicht. So sind die großen Jungs ein weiteres Mal zur Safari aufgebrochen und ich bin mit dem kleinen Mann in Rosedale geblieben. Ich wollte eh rund um Addo noch ein paar Fotos schießen, deshalb kam mir der Plan ganz gelegen.
 
Bevor sich Rico zum Spaziergang durch die Orangenplantagen überreden ließ, musste ich allerdings erst
einige Kapitel von Snörfrieds Abenteuern vorlesen. Erpressung! Aber egal, das Buch ist sehr süß.
 
Eigentlich wollte ich ein paar Aufnahmen von den Orangen machen, aber die Plantagen gleichen einem Hochsicherheitstrakt. Erst ein riesger Graben, dann ein elektrischer Zaun, dann hohe Berge aufgeschüttete Erde.
 
 
Aber wir haben noch andere Motive gefunden.
 
 
Irgendwann hat Rico eine ausgetrocknete Pfütze entdeckt und war seelig. Manchmal reicht so wenig um glücklich zu sein.
 
 
Da auf den Wegen durch die Plantagen ein ziemliches Gewusel herrschte und Rico nach wie vor jeden mit "ChapChap" oder "give me 5" begrüßt, gab es wieder jede Menge lustige Reaktionen zu beobachten. In der Regel
erst Erstaunen, dann ein breites Grinsen und oft noch ein bisschen small talk.
 
Gegen Mittag kamen die Ranger zurück und dann ging es gemeinsam weiter zur Sunday River Bootstour. Ziel: Wahnsinns Dünen, die man runtersurfen konnte.
  
 
Nachdem Sandro und Rico am Dienstag Traktoren und andere Fahrzeuge in dem Restaurant entdeckt haben, in dem wir nicht essen durften, lagen sie uns in den Ohren, dass wir es dort unbedingt nochmal versuchen müssen. Gestern hatten wir Glück, kein "geschlossen" Schild, köstliches Essen und glückliche Jungs.
 
31Januar
2018

Morgens um halb sieben joggen nur good boys

Nach einer recht unruhigen Nacht, war ich heute Morgen froh, als ich aufstehen durfte. Neben Sandro und Rico, die sich in unserem Bett breit gemacht haben, habe ich gefühlt Stunden darauf gewartet, dass mir irgendein Vieh ins Gesicht springt oder auf mir rumkrabbelt.

Als wir gestern die Gegend erkundet und wir uns inmiten einiger Townships wiedergefunden haben, war ich mir nicht sicher, ob ich hier laufen gehen soll. Heute Morgen war der Bewegungsdran aber so groß, dass ich einfach mal losgestiefelt bin. Und es hat sich gelohnt!

Hinter unserem Guest House fangen direkt die unendliche weiten Orangenplantagen an, durch die sich tolle Laufwege schlängeln. Dass diese teilweise an Wellblechhütten-Dörfern vorbeiführten, war auch nicht weiter schlimm. Das breite Grinsen und das fröhliche Hello der Leute, haben das anfangs mulmige Gefühl schnell weggewischt.       

Als ich dann noch auf Patric traf, der mir in Bundfaltenhose, Shirt und Wollpulli entgegen gejoggt kam, fragte ob ich auch "a litte bit gym" mache und wir einfach zusammen weitergelaufen sind, wurde es eine richtig tolle Sporteinheit, bei der ich nebenbei wieder ein bisschen über Land und Leute erfahren habe.

Heute hatte ich mal mein Handy dabei, sicher ist sicher... und kann ausnahmsweise auch mal von der Laufstrecke Fotos spendieren. Zugegeben, nicht sooo einladend, wenn man mal von den Plantagen und der netten Begegnung mit Patric absieht. Er erzählte, dass hier, wie in sovielen Gegenden, Alkohol ein großes Problem sei und wenn man sich den Müll am Wegesrand genauer anschaut, sieht man dort tatsächlich überwiegend leere Schnapsflaschen und Bierdosen. 

Zum Frühstück gab es selbstproduzierten Orangenhonig, frisch gepressten O-Saft, Organgenmarmelade und frisch gebackenes Brot. Herrlich! Die gutgelaunte Küchenfee hat für jeden einen flotten Spruch auf den Lippen und lässt diese Mahlzeit zum Kabarett werden.

Gespräch auf dem Weg zum ADDO:
Sandro: Da sind schon wieder Schienen!
Rico (als sei es das normalste auf der Welt): Wir gucken aber nicht nach Zügen, wir gucken nach Elefanten!

   

Im Addo wohnen, neben den ca. 420 Elefanten, auch Löwen, Buschböcke, Warzenschweine, Schildkröten, Kudus, Dung Beetles, etc. Die meisten Leute fahren mit Ihrem eigenen Wagen duch den riesengroßen Park. Mit einem Guide und in einem hohen Jeep sieht man vielleicht mehr, aber auf eigene Faustk ann man anhalten, wann immer man will und selber entdecken macht auch ein Menge Spaß. Ich finde, wir waren ziemlich erfolgreich und haben einem Großteil der Parkbewohner Auge in Auge gegenüber gestanden.

     

Diese lustigen Kerlchen sind die skurrilsten Parkbewohner. Der Dung Beetle, auch Pillendreher genannt, dreht  golfballgroße Mistkugeln und rollt diese durch die Gegend. Sie sorgen so dafür, dass der Mist von den Elefanten, Nashörnern  und Büffeln weggeräumt wird, was wiederum Parasiten und Fliegen fern hält. Das Männchen vergräbt die Kugel, das Weibchen legt ein einziges Ei hinein. Wenn die Larve herauskommt, ernährt sie sich von dem Mist. Mahlzeit!
Im Addo lebt die größte Art dieses Käfers und man wird angehalten, möglichst keines der Tierchen zu überfahren. Keine leichte Aufgabe und man kann die tollsten Ausweich- und Rangiermanöver beobachten.

     

Für die Jungs wurde es, trotz der vielen Tiere, irgendwann langweilig und entsprechend laut wurde es im Auto. In einer ähnlichen Situation haben wir den beiden gesagt, dass wir sie in Afrika aussetzen, wenn sie sich nicht benehmen und als ich jetzt wieder einen Brüll losgelassen habe, kam die Frage: "Setzt ihr euch jetzt wieder ab!?"

       

Sandro: Guck mal, der macht Pipi.
Rico: Und warum hebt er dafür seinen Schwanz, der Pipimann ist doch vorne...!?

 

Zum krönenden Abschluss ist dann gestern mal wieder Blut geflossen. Sandros Zusammenstoß mit dem Kellner hat eine kleine Platzwunde zur Folge. Ich glaube allerdings nicht, dass die beiden deshalb ab jetzt auf uns hören und beim nächsten Restaurantbesuch brav bei uns am Tisch sitzen bleiben...

 

 

 

30Januar
2018

Korbsion Rico, das heißt Korbsion!

Geht es heute tatsächlich schon zur neunten Station!? Wir haben also nur noch 14 Tage vor uns??? 
Nicht dran denken, weiter genießen!

Auf gehts nach Addo mit dem Elephant National Park. Ursprünglich sollten wir direkt im Park wohnen, jetzt sind wir in Rosedale gelandet und wir sind froh darüber. 
Die Fahrt hierher war diesmal etwas länger, wir waren gute drei Stunden unterwegs und das fast ohne Fotostopps! Wir haben nur einmal gehalten: An der Bloukrans Bridge, wo Michi den Jungs von seinem Bungee Sprung erzählt hat, den er vor Jahren von dieser Brücke gemacht hat. Wow - das hätte ich mich niemals im Leben getraut.

Die Brücke ist 216 m hoch und damit die höchste Bungee-Jump-Bridge der Welt. Natürlich haben wir gewartet, bis sich ein paar Leute dort runtergestürzen. Die Schreie hallten meilenweit durch das Tal. Von oben betrachtet, ist Bloukrans ein botanischer Traum und ich hätte dort gut und gerne ein paar Tage verbringen können.

 

Ein kleiner Markt war auch auf dem Gelände, aber bisher konnten wir uns noch nicht aufraffen, etwas zu kaufen. Gucken macht aber immer wieder aufs Neue Spaß. (Tania, sorry kein Obst und keine bunten Stoffe...).

Ansonsten war die Gegend durch die wir fuhren eher trist und über weite Strecken sehr zugemüllt. Am Straßenrand saßen unendlich viele Menschen, die Birnen verkaufen wollten. Immer zwei Eimer Birnen, dahinter 3-5 Leute. Ob sich das rechnet undecided? Ein paar Paviane kreuzten die Straße, am Straßenrand waren total viele Störche zu sehen. 

In Addo angekommen, wurde uns schnell klar, warum über den Ort gar nichts im Reiseführer steht, sondern nur seitenweise Infos über den Elephant Park zu finden sind. Nachfolgend der Ortseingang und die aktuellen Mitbewohner in unserem Guest House. Neben diesen, ganz nett anzusehenden Tierchen, hat uns auch noch eine dicke, fette Spinne an der Wand über dem Bett erwartet und abends kam uns ein "Korbsion" (=Scorpion) auf der Terrasse besuchen.

Da unser Guest House ein B&B ist, mussten wir uns nochmal auf den Weg machen, um etwas Essbares aufzutreiben. Wir sind einfach mal zu Fuß losgezogen und haben den Weg gewählt, den die meisten hier wählen. Direkt am Straßenrand. Nicht der schönste Weg für einen Spaziergang, aber sehr interessant. In erster Linie für die Bewohner Addos, sie hatten ganz offensichtlich Spaß mit uns.
Die Jungs sind hier nur noch Barfuß unterwegs, sie machen ihrem Onkel Konkurrenz und ich weiß noch nicht genau, wie wir sie wieder an Schuhe gewöhnen sollen.

Im "Ort" wurde uns ein Restaurant empfohlen. Dreimal dürft ihr raten, was uns dort erwartet hat: "Tuesday closed!" Soll wohl momentan nicht sein, dass wir essen gehen. Also ab in den "Supermarkt", der dem im Township alle Ehre gemacht hat. Wir wurden aber trotzdem fündig - Chakalacka ist richtig lecker, die Kombi mit dem Fisch in Tomatensauce musste nicht unbedingt sein, aber unter Nudeln gemischt war es tatsächlich genießbar.

 

Danach das mittlerweile übliche Feierabend-Bierchen und dann ab ins Bett. Wie die Nacht wohl wird? Ich muss zugeben, ich hab ein bisschen Angst vor der Spinne und den anderen Viechern...

29Januar
2018

Warum müssen wir eigentlich immer wandern?

Sandro hat beschlossen, demnächst mit allen Froschkindern, Maximilian, Maxi und Julian in einem Bus, der natürlich auch im Wasser fahren und fliegen kann und den er selber lenkt, für 100 Wochen durch Afrika zu kurven. Für die Eltern baut er schnell eine Lodge am Strand, damit sie mal zu Besuch vorbeikommen können.
In anderen Varianten dieses Plans nimmt er nur die ganze Mädelsgang aus dem Kindergarten mit. Sehr lustig!

Heute waren wir so früh auf, dass wir den Sonnenaufgang über der Bucht miterleben konnten. Klasse!

Dann schnell ein paar "Bahnen" schwimmen, frühstücken, Wäscherei suchen und ab auf den Robberg. Der Hund ist übrigens Mango, er ist dick und nicht wirklich hübsch, aber die Jungs lieben ihn. Wir müssen aufpassen, dass er morgen nicht im Auto sitzt, wenn wir weiterfahren.

Wir haben uns für die Rundtour entschieden, weil wir alles sehen wollten, was der Berg zu bieten hat: Ausblick auf die Robbenfelsen, the Witsand, the Point, ...

 

Die ersten KM sind wir von Ameisen aufgefressen worden. Als unsere Mitbewohner gestern erzählt haben, dass die Viecher dort in Massen leben und einen regelrecht anfallen, dachte ich noch, die stellen sich an. Aber es war wirklich ekelhaft und Rico, der sonst jedes Tier anfasst und alles rettet, egal ob es gerettet werden will oder nicht, hat einen an sich gekriegt.

Glücklicherweise ging es dann irgendwann und das Wandern wurde wesentlich entspannter. Die Tour war phantastisch und es ist immer wieder erstaunlich, was so kleine Beine leisten können. Es ging steil hoch und runter, große Tritte wurden überwunden, ein bisschen klettern durften wir auch, plötzlich standen wir auf einer riesigen Düne und es ging eine ganze Weile durch den Sand.

Am Point konnten wir fast bis zum Wasser klettern und hatten einen phantastischen Blick auf eine Horde Seehunde, die durch die Wellen getobt sind.

Ansonsten war heute der Tag der Eidechsen. Die mit den blauen Köpfen sind die Männchen, die weniger bunten die Weibchen und scheu waren sie nicht wirklich. Da sie sich u.a. von Ameisen ernähren, leben sie dort allerdings auch im Schlaraffenland und waren sicher alle so voll gefressen, dass sie sich gar nicht schneller hätten bewegen können.

Nach einigen Stunden sind wir an einen traumhaften Strand gekommen, wo wir uns aber heute nur kurz die Füsse abgekühlt haben. Bis auf Rico haben wir uns nämlich gestern alle ein wenig den Pelz verbrannt, außerdem mussten wir zum Abschluss nochmal eine schweißtreibende Sandpassage hinter uns und bringen und langsam knurrten auch unsere Mägen. Zum Abschluss der Tour wollten wir bei Enrico einkehren, der uns von einigen Leuten hier empfohlen wurde. Die letzten 2 KM habe ich die Jungs mit Milchshakephantasien und dem Ausblick auf Pasta am Ball gehalten.

 

Ziemlich ausgehungert standen wir dann am späten Nachmittag... VOR GESCHLOSSENER TÜRE. Verdammt! Naja, ist ja nicht so, dass das hier das einzige Restaurant ist, wir sind in einem Schuppen mit dem Namen "Berlin" gelandet. Alles was wir uns vorgenommen hatten zu essen, gab es dort nicht, aber dafür einen großen Spielplatz. Die Burger gingen auch und das Bier war ein Traum.

Jetzt sind wir satt, müde und zufrieden, die Jungs schlafen schon und wir trinken hier noch ein Bierchen. Prost!

28Januar
2018

Wir sind glücklich!

Tag 22 lässt alle Auto-Krisen und Heimwehattacken vergessen!

Da wir immer schon ziemlich früh auf sind und es den Jungs ziemlich egal ist, dass andere Urlauber vielleicht noch schlafen wollen, wurde mit einer Runde Fangen-spielen im Garten in den Tag gestartet. Nachdem auch der letzte unserer 8 Mitbewohner wach war, konnten wir uns am Frühstückstisch niederlassen, bevor wir uns gut gestärkt zum nächsten Abenteuer aufgemacht haben.

Delphin-Watching -. (Rico: "Heute ist nämlich morgen und deshalb gehen wir gleich Delphine gucken"). Zwei Stunden Bootstour, auf der sich nicht nur Delphine gezeigt haben. 

Zuerst wurde der Robberg angesteuert, den wir morgen auch wandernd erkunden wollen. Unterhalb der Felsen  wohnen ca. 8000 Seehunde, so dass eine Menge los war im Wasser und an Land. Da musste ich gleich wieder an "unseren" Seehund denken. Hoffentlich wurde er noch gerettet...

 

Nachdem wir die Seehunde eine Weile beobachtet haben ging es volle Fahrt voraus weiter. Wir hielten Ausschau nach den Dephinen, aber plötzlich lautete die Ansage vom Skipper "Wale in Sicht!" WAS? Das ist ja der Hammer! Gleich drei Stück haben sich gezeigt, zwar immer nur sehr zaghaft, aber es waren eindeutig Wale. Zuerst sah man die Fischschwärme übers Wasser ziehen, kurze Zeit später tauchte einer dieser Riesen auf und lies es sich schmecken.

Nach diesem großartigen Erlebnis, ging es dann weiter zu den ca. 100 Delphinen, die in diesem Meersabschnitt leben.
Wunderschön anzusehen, wie sie neben dem Boot herschwammen. 

Und dann kam das persönliche Highlight für die Jungs, unser Boot wurde von einem Traktor zurück an seinen Platz rangiert. Perfekter Abschluss dieser tollen Bootstour!

Dann war wieder Strand angesagt. Diesmal haben wir uns bewußt für den belebten Strand entschieden, denn ein bisschen Leute gucken ist ja auch mal nett. Außerdem wurde dort gerade ein Wettkampf ausgetragen, bei dem wir eine Weile zugeschaut haben. Teilnehmer waren Kinder und Jugendliche, die in verschiedenen Gruppen gestartet sind. Erst 50 m am Strand sprinten, dann ca. 200 m im Meer schwimmen, raus aus dem Wasser und wieder ein Stück sprinten, rauf aufs Surfbrett, ca. 300 m hinter sich bringen und zum Abschluss noch mal rennen. Stramme Leistung und toll zu beobachten.

Ennert-Enten, soll ich mich mal erkundigen, ob man hier auch als Staffel starten darf? Ruth muss dann halt aufs Surfbrett, anstatt aufs Rad ;-)

Nach dem Anfeuern haben wir uns ein schönes Plätzchen gesucht, um selber im Wasser zu toben.

Ich glaube, viel Text muss an dieser Stelle nicht sein, die Bilder sprechen für sich. Es ist einfach ein Traum!

Auf dem Weg zum Auto kamen wir noch an diesem interessanten Baum vorbei. Er war belagert von Vögeln und Vogelnestern. Leider konnte mir niemand sagen, wie der Name der Baumbewohner lautet.

Nach dem Strand schnell ein paar Nudeln gekauft und ausgenutzt, dass wir hier mal wieder selber kochen können.
Jetzt lassen wir den Tag ausklingen und freuen uns auf morgen. 

27Januar
2018

Ein Tag ohne Pläne ist auch mal schön

Die ganze Nacht hat es wie aus Eimern geschüttet und auch heute Morgen regnete es Bindfäden. Egal, wir mussten eh nur packen und hatten ansonsten für heute keinen Plan. Also wurde erstmal in aller Ruhe gefrühstückt. Dann fiel uns der Markt ein, der jeden Samstag in Sedgefield ist. Das ist doch mal eine nette Abwechslung, shoppen waren wir nämlich bisher nur in Supermärkten, um unsere Verpflegungstasche zu füllen.


Die Stadt haben wir nur über Umwege erreicht, da die Straßen teilweise unter Wasser standen. Ist hier also nicht anders als am Rhein.

Neben dem üblchen SchnickSchnack, gab es jede Menge Köstlichkeiten auf dem Markt und wir konnte viele lustige Hippies beobachten. Die Stimmung war aber leider leicht gereizt, weil die kleinen Herren beleidigt waren. Die armen Kinder durften sich nicht ihr 120stes Auto kaufen und liefen meckernd hinter uns her "Immer kauft nur ihr euch was, wir dürfen nieee etwas haben". Ja ja, ein ganz schlimmes Leben...
Gut, dass von beiden zwischendurch immer wieder ein "Hier in Afrika ist es richig schön" kommt! Dann kann es ja alles gar nicht so schrecklich sein.

(hier war die Welt noch in Ordnung)


Da der Markt um 12:00 Uhr zu machte, hatten wir noch Zeit zum Aussichtspunkt "The Heads" zu fahren. Prima, denn das hatten wir die letzten drei Tage vor und dachten schon, wir verlassen Knysna, ohne die Aussicht genossen zu haben. Eigentlich haben wir uns auf eine längere Wanderung eingestellt, der Weg war aber recht kurz. Schade, denn die Gegend war klasse!

Unterwegs haben die Jungs einen toten Tausenfüßler entdeckt. Rico: "Der ist noch ein bisschen geleben, aber ein bisschen ist er angekratzt". Mmm, ist er nun tot oder nicht!?

Auf den Parkplätzen und auch an den Straßenrändern stehen überall Männer, die einem den Platz zuweisen, einen in die Parklücke dirigieren und die Autos "bewachen", eigentlich drückt man ihnen dafür immer ein paar Münzen in die Hand. Einer von denen, die uns heute eingewiesen haben, fragte ob wir ein paar Buiskits für ihn haben. Ich hab einen großen Beutel rausgeholt, aus dem er sich bedienen sollte, aber er nahm gleich alle mit und zog grinsend ab. Den Jungs fiel die Kinnlade runter... Gut, dass ich heute einkaufen war, wir eine neue Packung hatten und somit nach der Auto-Krise keine weitere aufkam.

Die Fahrt nach Plettenberg Bay dauerte nur eine gute halbe Stunde, die Unterkunft war schnell gefunden und wir waren uns einig, dass wir diese heute nicht mehr verlassen und einfach im Garten chillen, selber kochen, UNO spielen, etc. Die nächsten drei Tage steht schon wieder genug auf dem Programm, so dass das Abhängen heute einfach herrlich war.

Wir haben hier eine kleine Küche, die wir mitbenutzen dürfen und in der wohl auch das Frühstück für uns zubereitet wird. Ich bin mir allerdings noch nicht so ganz sicher, ob ich mich darauf freuen soll

Auf dem Schild über dem Spülbecken steht, dass man sich die Hände waschen soll, bevor man etwas anfasst.Ähm - ich glaube, die haben sich vertan und sie meinten, dass man das macht, nachdem man dort tätig war.

Piesang Valley Lodge ist der Beweis dafür, dass ein guter Fotograf die Realität in ein schöneres Licht setzen kann.

 

26Januar
2018

Schöner Tag, aber auch ein bisschen traurig

Wer hat nochmal gesagt, dass Knysna nicht schön ist!?
Wir entdecken immer mehr schöne Plätze, sogar die Townships, die wir heute besucht haben, waren um Längen besser, als das, in dem Otto arbeitet. Wir hatten einen Guide, der uns viel Interessantes zum Leben im Township erzählt hat. Es ist z.B. so, dass es hier schon viele 3-und-5-Raum Häuser gibt und es wird daran gearbeitet, dass in naher Zukunft kaum noch 1-Raum-Wellblechhütten oder Holzverschläge zu finden sind.

Momentan ist es so, dass das Grundstück zur Verfügung gestellt wird, es mit dem Bauen aber dauern kann. So nehmen es viele Familien selber in die Hand und mauern sich ihr Eigenheim. Es gibt Wartelisten, durch die geregelt wird, wer wann in die komfortableren Wohnungen umziehen kann, aber da hier Korruption eine große Rolle spielt, ist nicht gesagt, dass der der ganz oben steht auch wirklich dran ist.

Unser Guide sagte, dass wir als Besucher vielleicht den Eindruck haben, dass es den Menschen, die dort leben, schlecht geht, aber angeblich sind sie glücklich. Wie gesagt, handelt es sich hier aber auch wirklich um eine Gegend, in der Drogen und Alkohol eine untergeordnete Rolle spielen und die Menschen, denen wir begegnet sind, haben uns angestrahlt und schienen zufrieden. Trotzdem war es komisch, sich da durch fahren zu lassen und zum Fotostopp auszusteigen.

Total schön war es im Kindergarten. Die Kids waren so süß. Nur unsere beiden waren nicht wiederzuerkennen. Total schüchtern, nur an unserem Rockzipfel und die große Klappe, die wir von ihnen kennen war wie weggewischt. 

Wir haben im Township"supermarkt" eine Riesentüte Kekse für die Kids gekauft und hatten sie so direkt auf unserer Seite.

 

Der Fahrer hat es den beiden angetan und sie ihm anscheinend auch, sie durften die Anlage im Auto vollaufdrehen, das ganze Township zusammenhupen und jede Menge Blödsinn mit ihm machen.

Nachdem wir den Jungs gestern schon keinen Strand gegönnt haben, mussten wir unser Versprechen heute einlösen und den Nachmittag mit Powerbeachen verbringen. An so einem grandiosen Strand ist das aber auch wirklich kein Problem.

Ich bin laufen gegangen und habe 9 KM lang keine Menschenseele getroffen. Nur dieser kleine Seehund ist mir begegnet. Erst bin ich fast ausgeflippt vor Freude, dann kam es mir sehr komisch vor, dass ich total nah an ihn rankommen durfte, ich hätte ihn anfassen können und er machte keinerlei Anstalten sich zu wehren oder wegzurobben.

Und als ich ihn dann auf dem Rückweg so vorgefunden habe, habe ich Micha jeck gemacht, damit wir jemanden ausfindig machen, der dem Kleinen hilft. 

Gar nicht so einfach, irgendwann fiel uns Patric ein. Er hat dann auch tatsächlich rumtelefoniert und die Küstenrettung informiert, die versprochen hat, den Strand abzusuchen und sich zu kümmern. Ich hoffe sehr, dass sie erfolgreich waren und dem Kleinen helfen konnten!!!

Der Beach-Tag stand aber nicht nur unter dem Motto "Seehund-Rettung". Wir haben auch in den Wellen getobt und die Einsamkeit genossen. Rico hat unter seinem Sonnenschirm sein Freunde versammelt: Die Steine waren Marie, Lix, Matthew, Torbi und Noah. 

Seit gestern wird eh immer "Wir sind jetzt in Deutschland" gespielt. Mal sind Opa und Oma in den Hauptrollen, mal alle Bungertkinder und natürlich Noah und Sarah... Heimweh sieht aber anders aus, von daher, alles im grünen Bereich!

 

25Januar
2018

Millwood Walk

Nachdem wir die Diskussion "WIR WOLLEN NICHT SCHON WIEDER WANDERN! für uns entschieden haben, sind wir heute durch das Jubilee Creek Nature Reserve gewandert und jetzt sind wir auch von dieser Ecke Südafrikas begeistert. Hat der Funke es doch nicht geschafft!

Unterwegs mussten wir zwar mit einigen Trick arbeiten, damit die Jungs nicht streiken, aber am Ende hatten sie genauso viel Spaß wie wir. Es gab allerdings auch Gespräche wie folgendes:

Rico: Ich will jetzt wieder zum Auto.
Micha: Warum, ist doch schön hier, schau Dir mal die Umgebung an.
Rico: Schöne Scheiße!

Nach einer kurzen Einheit auf Michas Schultern, war ein Glück alles wieder gut.

  Zum Abschluss gabs noch einen Milchshake in Knysna. Sehr schöner Tag!

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